Bei Indexfonds spricht man von so genannten passiv gemanagten Fonds, da das Fondsmanagement nur bei der Auflegung des Indexfonds die Zusammenstellung und Gewichtung der Einzeltitel festlegen muss. Erhält der Indexfonds Mittelzuflüsse, werden diese dem Fondsvermögen zugefügt, ohne dass sich an der Gewichtung einzelner Titel etwas ändert. So bildet der Indexfonds auch in der Zukunft den festgelegten Index exakt nach. Eine kostenintensive und aufwendige Wertpapier-Beobachtung/Analyse entsteht also im Gegensatz zu herkömmlichen Investmentfonds nicht. Dadurch werden Kosten gespart, die in Form von geringen Ausgabeaufschlägen und niedrigen Verwaltungsgebühren an die Anleger weitergegeben werden.
Man unterscheidet indexnahe und klassische Indexfond. Die indexnahen Investmentfonds bilden den festgelegten Index nicht 1 zu 1 wieder. So kann es zu Abweichungen der Titelanzahl bzw. deren Gewichtung gegenüber dem Index kommen. Die klassischen Indexfonds bilden den Index hingegen exakt ab. Lässt die Zukunft einen Abwärtstrend des festgelegten Index erwarten, ist das Fondsmanagement verpflichtet, die exakte Nachbildung des Indexfonds beizubehalten.
Das Sondervermögen des Indexfonds darf weder in Geldmarktpapiere noch in andere Wertpapierarten investiert werden. Ziel eines klassischen Investmentfonds ist es, das Risiko möglichst breit zu streuen. Der Indexfonds hat hierzu keine Möglichkeit. Er muss sich stets an die Titel und die Gewichtung des festgelegten Indexfonds halten. Es gilt, je spezialisierter der nachgebildete Index ist, umso höher das Risiko des Indexfonds. Der Indexfonds wird in Deutschland weiter an Gewicht gewinnen. Gerade langfristig orientierte Sparer können in Indexfonds eine interessante Alternative zu den klassischen Investmentfonds finden. Im langfristigen Bereich schlagen Indexfonds größtenteils die klassischen Investmentfonds. Dies liegt nicht zuletzt an den weitaus geringeren Gebühren.