Die Anlagegelder des Dachfonds werden in der Regel in eine gemischte Zusammenstellung von Investmentfondanteilen investiert, die wiederum in Aktien, Renten, Immobilien oder Geldmarkttiteln investieren. Der Anleger kann je nach Risikoprofil unter Dachfonds mit verschieden hohen Anteilen an Aktienfonds auswählen. Auf dem Investmentmarkt gibt es allein in Deutschland mehr als 6.000 Publikumsfonds sowie verschiedene Unterteilungen in Themenfonds sowie Branchen- und Regionalfonds. Dieses Angebot wächst stetig und erschwert dem Privatanleger die Auswahl des optimalen Fonds. Daher ist es sinnvoll, Dachfonds von verschiedenen Fondsmanagern und verschiedenen Gesellschaften managen zu lassen. Hierdurch verringert sich für den Anleger theoretisch das Risiko, aufgrund der potentiell höheren Diversifikation. Es kann allerdings auch vorkommen, dass Manager verschiedener Subfonds eines Dachfonds in dieselben Werte investieren. Die Diversifikation ist in diesem Fall nicht höher und der Vorteil der höheren Sicherheit von Dachfonds ist nicht mehr gegeben.
Vorteilhaft sind Dachfonds aufgrund der Streuung des Ausfall- und Kursrisikos. So muss die Auswahl der Fonds nur noch an die persönlichen Chance- und Risikoeinstellungen angepasst werden. Dachfonds haben aber auch Nachteile. So werden beim Erwerb eines Dachfonds die gleichen Gebühren wie beim Kauf eines Aktienfonds berechnet. Dies ist zum einen ein Ausgabeaufschlag von bis zu 5 Prozent und zum anderen 2 Prozent jährlich für Verwaltungs- und Managementkosten. Zudem sind die enthaltenen Investmentfonds mit Ausgabeaufschlägen und Managementgebühren behaftet.