Die Auswahl der Aktien übernimmt ein Fondsmanager, der bei einer Investment- oder Kapitalanlagegesellschaft angestellt ist. Er richtet sich dabei nach der jeweiligen Anlagestrategie der Anleger. Die Preise der einzelnen Fondsanteile liegen in der Regel zwischen 50 und 250 Euro. Je nach Anbieter sind regelmäßige Anlagen bereits ab 25 Euro im Monat bzw. Einmalanlagen ab 500 Euro möglich.
Bei Aktienfonds kann der Anleger zwischen verschiedenen Anlageschwerpunkten wählen. So gibt es Fonds, die in Aktien aus bestimmen Regionen, wie beispielsweise Nordamerika, investieren oder Aktien in bestimmte Länder, spezifische Branchen, wie z.B. Energie- und Technologiefonds oder in einen festgelegten Börsenindex wie z.B. EuroStoxx 50. Die Emerging-Market Fonds (EM-Fonds) und die Small-Cap-Fonds gelten als eine besondere Art der Aktienfonds. Die EM-Fonds investieren in die aufstrebenden Märkte Asiens, Lateinamerikas oder Osteuropas und die Small-Cap-Fonds in nationale oder internationale kleine und mittelständische Unternehmen, je nach regionalem Schwerpunkt.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Investmentstil des Managements, z.B. in einer Wert- oder Wachstumsorientierung oder einer passiven Indexorientierung. Die gesetzliche Grundlage der Tätigkeit der deutschen Aktienfonds bildet das "Gesetz über Kapitalgesellschaften", kurz KAGG.
Aktienfonds bieten, auf lange Sicht gesehen, für den Privatanleger eine besonders gute Ertragschance. Nach dem Bundesverband Investment und Asset Management, kurz BVI, sind die Ertragschancen bei Aktienfonds wesentlich höher als bei anderen Anlageformen. Personen die beispielsweise vor 20 Jahren 1000 Euro in Aktienfonds angelegt haben, haben heute ein Vermögen von 421.000 Euro. Einer aktuellen BVI-Statistik zufolge entspricht die Verzinsung pro Jahr 7,5%. Ein weiterer Vorteil der Aktienfonds ist die Anlagemischung, d.h. Risikomischung durch Anlagestreuung. Der Anleger ist mit den Anteilsscheinen von Aktienfonds an substanz- und ertragsstarken Unternehmen mit dem Ziel der Wertsteigerung des Investmentanteils beteiligt. Das Kursrisiko im Bezug auf die Gewinne und Verluste, ist mit einem Aktienfonds wesentlich geringer, da der Anleger nicht sein ganzes Vermögen auf eine einzige Aktie setzt.